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Mutars - minimal-invasive Chirurgie
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Die UTILITY Wirbelsäulenimplantatsystem | Drucken |
             

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Das interspinöse, lumbale UTILITY System umfasst Stabilisierungsimplantate in fünf Größen von 8, 10, 12, 14 und 16mm. Die Implantate bestehen aus implatan®, TiAl6V4-Titanschmiedelegierung. Die speziellen Materialeigenschaften ermöglichen eine dynamische Stabilisierung der lumbalen Wirbelkörper. Hierbei werden die Facettengelenke entlastet und die foraminale Höhe rekonstruiert. Die Implantate sind in Extension komprimierbar und ermöglichen die Flexion. Zur Erhöhung der Primärstabilität sind die Verankerungsflügel verpressbar.

Die interspinöse Distraktion mit dem „Utility“- Indikation

Die operative Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenose mit degenerativer Spondylolisthese. Die degenerative Spondylolisthese entsteht durch Alterungsprozesse der lumbalen Bandscheiben und Ligamente und die dadurch verstärkte Belastung der kleinen Wirbelgelenke. Hauptprädilektionsort aufgrund anatomischer Gegebenheiten ist das Segment LWK 4/5. Das Abgleiten der auch als Pseudospondylolisthese bezeichneten Erkrankung beträgt selten mehr als 10 mm.

Die typische Symptomatik besteht aus lokalisiertem Rückenschmerz und gegebenenfalls radikulärer Symptomatik bei sekundärer Rezessustenose. Eine neurogene Claudicatio spinals wird durch die Hypertrophie der Facettengelenke und –gelenkkapsel hervorgerufen. Die Patienten sind üblicherweise im sitzen beschwerdefrei und verspüren zunehmend Schmerzen, Taubheitsgefühle oder eine Schwäche der Beine beim stehen oder gehen. Entlastend wirkt dann Vornüberbeugen oder sitzen. Pathophysiologisch wird eine dynamische neuronale Ischämie vermutet: im aufrechten Gang entsteht eine Lordose und der Spinalkanal wird durch eine Bandscheibenvorwölbung und eine Verlagerung des Facettengelenksgewebes verengt. Diese Enge löst die neurologische Symptomatik aus, die durch sitzen oder lumbale Flexion wieder aufgehoben wird.

Die interpinöse Distraktion durch das „Utility“ in Kombination mit erweiterter interlaminärer Fensterung ist ein neues Verfahren zur minimal-invasiven operativen Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenose. Die Stenose wird mikrochirurgisch dekomprimiert, bei radikulärer Symptomatik in Kombination mit einer Radikulolyse. Anschliessend wird das „Utility“, ein U-förmiger Platzhalter aus Titan in der passenden Grösse zwischen den angrenzenden Dornfortsätzen verankert. Durch diese interspinöse Distraktion wird die Extension oder Lordose im stehen verringert, die neurogene Claudicatio wirksam verhindert.

 

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