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Mutars - Endoprothetik

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Mutars - minimal-invasive Chirurgie
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Tumorendoprothetik | Drucken |

 

Bei der Behandlung großer Knochendefekte in der orthopädischen Onkologie haben sich zunehmend extremitätenerhaltende Operationstechniken durchgesetzt. Ablative Maßnahmen (Amputationen und Umkehrplastiken) werden weitestgehend, sofern dies onkologisch vertretbar ist, vermieden.

Zur knöchernen Defektrekonstruktion haben sich verschiedene Verfahren etabliert. Neben den Möglichkeiten mit autologem oder allogenem Knochen werden heute sehr häufig Tumorprothesen  verwendet. Es kommen ebenso Allograft und Tumorprothese kombiniert zur Anwendung. In den letzten Jahren haben sich modulare Endoprothesensysteme durchgesetzt, mit deren Hilfe Knochendefekte von unterschiedlichem Ausmaß individuell überbrückt werden können.

MUTARS® (Modular Universal Tumor and Revision System), das  universelle  Tumor  -  und Revisionsprothesensystem hat sich seit 1992 bei der Behandlung ausgedehnter Knochendefekte an der unteren und oberen Extremität bewährt. Die in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. med. Georg Gosheger und Herrn Prof. Dr. med. W. Winkelmann[1], konzipierte modulare Bauweise ermöglicht die individuelle Überbrückung großer Knochendefekte einschließlich des Hüft- und/oder Kniegelenkersatzes mit guten funktionellen Resultaten.

Bis 2005 wurden mehr als 4.000 Implantationen des MUTARS® Prothesensystems erfolgreich durchgeführt. Die Kooperation mit führenden europäischen Kliniken und die damit verbundene stetige Weiterentwicklung führte zu den aktuell verfügbaren Implantaten und Instrumenten. Durch die gute Zusammenarbeit sehen wir uns auch weiterhin in der Lage, neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Tumorendoprothetik aufzugreifen, um diese in die Weiterentwicklung der Produkte einfließen zu lassen. So ist seit März 2003 das PEEK-Optima® Schloß erhältlich. Dieses, zur Verriegelung des Totalen und Distalen Femurersatzes verwendete Material wird den, erhöhten Anforderungen an die femorotibiale Kopplung gerecht und zeichnet sich durch eine um das Fünffache erhöhte Festigkeit im Vergleich zum Werkstoff Polyethylen aus.

Derzeit beschäftigt sich die Weiterentwicklung des MUTARS® Systems mit der Erprobung einer inversen Humeruskomponente sowie der Silberbeschichtung bei der die antibakterielle Wirkung der Silber-Ionen genutzt wird um das Infektionsrisiko zu verringern.

[1]   Univ.-Prof. Dr. med. Georg Gosheger, Direktor Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie, der Facharzt  für Orthopädie, Sportmedizin, phys. Therapie,  Universitätsklinikum Münster.
     Prof. Dr. med. W. Winkelmann, Klinik und Poliklinik für Allgemeine Orthopädie, Universitätsklinikum Münster.

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